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Copyright Texte: Rick Reuther / Bilder: I Dnt Knw

Sterlingrad 1 in Prosa

Blind von dem ganzen Stolz um einen herum, geblendet und gewürgt, aber es ist so und es wird so immer bleiben, die Scheiben am Horizont verraten uns das All, (man konnte aus der (nicht-) Ordnung ihres Desktops viel darüber erfahren) wir sprinten also durch die träge Masse und ziehen uns schwarze Plastikbeutel über den Hirnrand, wieso auch nicht, wo ist da das Problem? Ja, wo ist da das Problem…


Das Problem liegt einzig und allein darin, das wir auf dem Weg hierher schon wieder viel zu viel verloren haben, Wichtigkeiten, Behäbiges, Kontakte. Alles ist hier doch verwünschenswert, böse, nur böse. Eine Stahlkraft geht durch unsere Leiber, und wir sehen einfach nur zu, wie der Mond untergeht, und wir wissen nichteinmal ob er wie Gold oder ausgekotzt scheint. Unsere Kleider hängen frisch aufgebügelt auf den dazu vorgesehenen Mamor-Transportern. Alles scheint bodenlos, nur Mutters Teppich schlägt sich hinter uns noch in die Bahn.
(Alte Menschen kratzen sich selbst vom Bordstein oder suchen Plätzchen), aber wir dürfen nicht mit ihnen reden, ihre Gesänge sind Gift, wenn uns ihr morbider Speichel trifft sind wir für immer verloren.


“Ja, wir wollen ja auch verloren gehen!” und dann reiß alles auseinander, lass alles gefährlich werden. (Ihre übertönten Hairspray Haare tragen wohl gerade den Hass zur Schule) Dann wird auch alles ehrlich werden. Wenigstens. Wenigstens das wunde Schlachten. Oder ein Sekretär werden und die Basis suchen, die Basis nach Glück, die Basis nach Schock, die Basis, sie ersteigen und ersteigern, und die Freiheitsstatue hält dann sinngemäß Werbeprodukte in der Hand. Ein Ausmaß, was uns dann nicht mehr erschrecken muss. Wir drehen dann unsere Runde um sie , tanzen um sie, wie damals die Eingeborenen. Es wird Feuerwerkskörper geben, bestimmt. und wenn Schluss sein soll, ist auch Schluss. Die schienbeinartigen Köpfe werden pflichtgemäß hochgerichtet. die Schleimhäute durchsucht. Das blanke Kotzen und Knabbern, frisch serviert vor deinem Fernseher, ”wir werden alle untergehen!” – nein, werden wir nicht. Denn es ist genug da für uns alle, wir werden selbst Werkstoff und Reserve, verarbeiten uns, und werden dann schließlich sogar alle wirklich schön. Deshalb gibt es keinen Grund in deiner Frage.